Schülerwohnheim
Corporaziun Convict per giuventüna Zuoz
Der vollständige romanische Namen der Unternehmung heisst Corporaziun Convict per giuventüna. "Corporaziun" bedeutet Genossenschaft. "Convict" stammt vom Lateinischen "Konvikt" was auf Deutsch mit Zusammenleben, Tischgemeinschaft oder Wohnheim umschrieben wird. "Giuventüna" ist die romanische Bezeichnung für Jugend. Convict per giuventüna kann demnach mit Zusammenleben von Jugendlichen, Tischgemeinschaft von Jugendlichen oder Wohnheim für Jugendliche übersetzt werden.
Die Genossenschaft bezweckt auf gemeinnütziger und uneigennütziger Basis den Bau und den Betrieb eines Convictes für Mittelschüler und Mittelschülerinnen sowie für Lehrlinge und Lehrtöchter, in erster Linie aus dem Engadin und den angrenzenden Talschaften.
Geschichte der Gründung
1966, als die ersten Diskussionen über die Schulprobleme begannen, besuchten alle Mittelschüler des Kantons, rund 1200 an der Zahl, die Mittelschule in Chur und hatten nur drei Mal pro Jahr die Möglichkeit nach Hause zu gehen. Die im selben Jahr gegründete Kommission stellte bei einer Bedarfsabklärung fest, dass ein Wohnheim für Mittelschüler im Engadin eine sehr dringende Angelegenheit ist.
1970 wurde die Genossenschaft Engadiner Mittelschülerwohnheim gegründet und für den Bau Geld gesammelt. Grundlagen für Subventionen von Staat und Kanton gab es leider keine. Alle Beiträge stammen von Gemeinden, Firmen und vielen privaten Geldgebern.
1972 gewann das Architekturbüro Gaudenz Risch den Wettbewerb mit ihrem "gut in eine Geländemulde eingebetteten Haus mit sorgfältig gestaltetem und ausgewogenem Baukörper mit gestaffelten Dachform und Giebelrichtung". Die Gemeinde erteilte nach anfänglicher Skepsis gegenüber dieser nicht engadintypischer Gebäudeform dennoch die Bewilligung.
1973 fasste die Genossenschaftsversammlung den Baubeschluss und 1974 wurde mit dem Bau begonnen.
Am 15. September 1975 ist der Betrieb eröffnet worden.


